Brille oder Kontaktlinsen

Verminderte Sehschärfe, egal ob Weit- oder Kurzsichtigkeit, ob von Kindesalter an oder im Laufe des Lebens erworben, kann mittels Sehhilfen ausgeglichen werden. Lange Zeit benutzte man ausschließlich eine Brille, um die volle Sehfähigkeit wieder herzustellen. Heute gibt es dazu eine Alternative: die Kontaktlinse.

Stellt sich heraus, dass eine Sehhilfe benötigt wird, muss man entscheiden: Brille oder Kontaktlinse? Im Alltag kann das Tragen einer Brille als sehr störend empfunden werden: im Winter beschlägt sie, sobald man einen warmen Raum betritt, beim Sport rutscht sie herunter, der Träger fühlt sich mit Brille einfach nicht attraktiv usw. Schnell fällt die Entscheidung für Kontaktlinsen. Aber sind sie auch für Jedermann geeignet?

Es gibt gravierende medizinische Gründe, die keine Kontaktlinsen ermöglichen. Ein Beispiel ist die Winkelfehlsichtigkeit. Sie kann nur durch eine Brille korrigiert werden. Auch bei bestimmten Arten des Schielens oder bei Diabetes wird von Kontaktlinsen meist abgeraten. Patienten, die zu Migräne, starken Kopfschmerzen oder öfter unter Schwindel neigen, müssen auf Kontaktlinsen meist verzichten. Es ist dringend angeraten, vor der Entscheidung für Kontaktlinsen einen Arzt zu konsultieren.

Das Tragen von Kontaktlinsen kann aus medizinischer Sicht aber auch durchaus sinnvoll und eine bessere Wahl gegenüber der Brille sein. Bei sehr starker Hornhautkrümmung, oder anderen Fehlsichtigkeiten, die ein Arzt feststellt, bringt die Korrektur mit Kontaktlinsen bessere Ergebnisse, weil diese direkt auf dem Auge aufsitzen.

Es gibt 2 Arten von Kontaktlinsen

1.         Weiche Linsen

Ihre Beschaffenheit ist gelartig, sie sind sehr flexibel und biegsam. Meist werden diese Kontaktlinsen sehr gut vertragen und sind bequem einzusetzen. Sie sind nicht für den Dauergebrauch empfehlenswert, sondern eher für den Sport oder andere temporäre Einsätze geeignet. Es gibt sie als so genannte Tageslinsen oder Monatslinsen. Beim Einsetzen und Herausnehmen sowie bei der unerlässlichen peniblen Pflege muss sehr vorsichtig vorgegangen werden, denn die weichen Linsen sind empfindlich und zerkratzen leicht.

2.         Harte Linsen

Sie bestehen aus festem, relativ starrem Material und haben den großen Vorteil, dass sie auch große Hornhautverkrümmungen korrigieren können. Sie saugen sich nicht am Augapfel fest und sind luftdurchlässig. Deshalb sind sie für den ständigen Gebrauch besser geeignet. Wenn es nicht zur Gewohnheit wird, dürfen die harten Linsen auch mal über Nacht im Auge bleiben.

Es ist also nicht ganz einfach, oftmals aber auch nicht notwendig, sich ganz rigeros für oder gegen Brille / weiche oder harte Kontaktlinse zu entscheiden. Beispielsweise kann zu Hause eine Brille getragen werden, beim Sport oder zum Ausgehen jedoch, kommt die Linse zum Einsatz.

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admin am Oktober 27th 2011 in Kontaktlinsen

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